Die Heilige Taufe
Sind Sie schon getauft - oder noch
nicht? Nehmen Sie sich ein wenig Zeit, damit Sie entweder wieder neu
entdecken, was für ein großes Geschenk Gott ihnen gegeben
hat oder entdecken Sie welche herrliche Möglichkeit Ihnen Gott
anbietet.
A) Die Heilige Taufe - Was ist das?
Auftrag!
Jesus
Christus hat der Kirche den Auftrag gegeben überall hinzugehen,
die Völker zu lehren und zu taufen im Namen Gottes des Vaters,
des Sohnes und des Heiligen Geistes (Matthäus 28,19+20). Somit
hat Jesus Christus die Taufe eingesetzt. Die Taufe erfolgt mit Wasser
auf den Namen des Dreieinigen Gottes.
Wer kann
getauft werden?
Grundsätzlich gilt das Angebot
Gottes allen Menschen, den Säuglingen und den Erwachsenen, den
Jungen und den Alten, den Ausländern und den Einheimischen. Alle
Völker, alle Menschen, sollen durch die Heilige Taufe zu Gottes
Kindern werden.
Wer
handelt in der Taufe?
Durch den Pfarrer handelt der
Dreieinige Gott an dem Menschen, der getauft werden soll (Täufling).
Ohne dass wir Menschen irgendeine Leistung erbringen, oder vorher ein
persönliches Bekenntnis ablegen, wird der Täufling mit
Gottes Gnade beschenkt.
Warum
taufen?
Wir Menschen, vom Säugling bis zum Greis,
stehen in einer unheilvollen Schicksalsgemeinschaft, aus der wir aus
eigener Kraft nicht herauskommen. Die Bibel und in Folge dessen auch
unsere lutherischen Bekenntnisschriften bezeichnen es als Auflehnung
Gott gegenüber. Die Bibel erzählt dies schon auf den
allerersten Seiten, in der Geschichte von Adam und Eva (1. Mose 3).
Diese Geschichtte endet damit, dass der Mensch (jeder Mensch) von
Gott getrennt ist.
Was
gibt’s in der Taufe?
Das Neue Testament spricht
an vielen Stellen von der Heiligen Taufe und beschreibt
unterschiedliche Gesichtspunkte:
a) Der Täufling wird von
neuem geboren (Titus 3,5)
b) Der Täufling bekommt das, was
Christus am Kreuz für uns getan hat, geschenkt: Versöhnung,
Vergebung, Nähe zu Gott (Römer 6,3-11)
c) Der
Täufling wird in die Gemeinde Jesu Christi eingegliedert ( 1.
Korinther 12,13)
d) Der Täufling bekommt Christus angezogen (
Galater 3,27)
e) Die Täufling erhält Vergebung der
Sünden und die Gabe des Heiligen Geistes (Apg. 2,38)
Wie oft
taufen?
Grundsätzlich wird die Taufe nur einmal
gespendet. Eine Wiedertaufe ist nicht möglich.
Wann
taufen?
Säuglinge sollen so früh wie möglich
getauft werden, weil sie auch in der menschlichen
Schicksalsgemeinschaft Gott gegenüber stehen (siehe: Warum
taufen?).
B)
Die Heilige Taufe - Wie geht’s weiter?
Dieser Abschnitt möchte Ihnen das weitere Vorgehen näher bringen und erklären. Er ist in zwei Abschnitte eingeteilt: Unter 1) finden Sie das, was bei der Taufe eines Kindes zu bedenken ist und unter 2) das, was Sie tun müssen, wenn Sie als Erwachsener noch nicht getauft sind.
1) Taufe eines Kindes
Taufgespräch
Zunächst
bitten Sie den
Pastor der Gemeinde um ein Taufgespräch. Dort werden sowohl
die grundsätzlichen Inhalte der Taufe als auch der Ablauf im
Gottesdienst besprochen. Ebenso können Sie dem Pastor mitteilen,
welchen Taufspruch Sie für ihr Kind ausgesucht haben und Sie
können gegebenenfalls auch christliche Liedwünsche äußern.
An dem Taufgespräch sollen neben den Eltern des Täuflings
auch die Taufpaten anwesend sein.
Taufpaten
Paten
sind geistliche Väter oder Mütter ihres Patenkindes,
Wegbegleiter auf dem Weg des Glaubens. Stellvertretend für den
unmündigen Säugling bekennen die Paten den christlichen
Glauben und tragen eine Mitverantwortung für die
Glaubensunterweisung.
Wer kann
Taufpate werden?
Taufpate kann werden, wer getauft und
konfirmiert ist, zu einer christlichen Kirche gehört, deren
Taufpraxis anerkannt wird, und die Berechtigung zur Übernahme
eines Patenamtes hat (Patenschein). Eltern sollen die Paten
gewissenhaft aussuchen. Mindestens ein Pate muss Glied der
Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) sein.
2) Taufe eines Erwachsenen
Ich bin
noch nicht getauft
Wenn Sie noch nicht getauft sind,
aber gerne getauft werden wollen, melden Sie sich bitte im Pfarramt.
Taufunterricht
Bevor
Sie getauft werden können, ist ein kirchlicher Unterricht über
die wichtigen Dinge des christlichen Glaubens gefordert. Der
Unterricht umfasst: Die 10 Gebote, Das Glaubensbekenntnis, das
Vaterunser, die Heilige Beichte, die Heilige Taufe und das Heilige
Abendmahl.
Die Taufe